Belgien muss Lumumbas Zahn als Trophäe seiner Herrschaft über den Kongo zurückgeben – Auch nachdem Europas Kolonisatoren Afrikas Staaten Unabhängigkeit zugestehen mussten, mordeten sie und die USA weiter nicht willfährige Politiker

„Die Rückkehr von Lumumbas Zahn

Nach langem Tauziehen gibt Brüssel endlich den Zahn von Patrice Lumumba heraus. Es ist das Einzige, was vom kongolesischen Freiheitshelden noch übrig ist, der 1961 mithilfe Belgiens und des amerikanischen Geheimdiensts CIA ermordet wurde.“

Patrice Lumumba grüsst aus einem Auto. Aufgenommen am 24. Juli 1960 in New York.
Nachdem westliche Staaten den kongolesischen Premierminister Lumumba nicht korrumpieren konnten, beschlossen sie seine Ermordung. Lumumba wollte einen demokratischen Rechtsstaat im Kongo aufbauen, durch den die Kongolesen den Rohstoffreichtum das Landes für die Kongolesen nutzen konnten.

„Lumumba war der erste Premierminister des Landes nach der Unabhängigkeit von Belgien am 30. Juni 1960. Aber schon im September wurde er entlassen, am 1. Dezember verhafteten ihn Soldaten des neuen Herrschers Mobutu, unter Mithilfe der CIA und Belgiens. Am 17. Januar 1961 wurde er ermordet. Ein belgischer Gendarm zersägte den Leichnam und löste ihn in Säure auf. Nur einen Zahn behielt er, den er später seiner Tochter vermachte. „

„Wahrscheinlich hätte Kongo-Kinshasa mit Lumumba einen besseren Weg genommen. Aber Mobutu, der das Land bis 1997 beherrschte und ausbeutete, genoss schon bei seinem Putsch die Unterstützung des Westens. Zudem zog er schon bei seiner Antrittsrede den Zorn des anwesenden belgischen Königs Baudouin auf sich, weil er es wagte, ihm die Greuel des Kolonialismus aufzuzählen, statt für die Unabhängigkeit zu danken. „

https://www.nzz.ch/international/patrice-lumumba-bruessel-gibt-nun-endlich-seinen-zahn-heraus-ld.1578633

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