Einen kritischen Blick auf die US-Aktivitäten in Afrika hat das „Schwarze Bündnis für Frieden“ („Black Alliance for Peace“). Es fordert die Schließung des Hauptquartiers für die US-Militäroperationen in Afrika in Stuttgart und den Abzug aller US-Truppen aus Afrika. „Der Zweck des AFRICOM besteht darin, die militärische Macht der USA zu nutzen, um den USA die Kontrolle über afrikanisches Land, afrikanische Ressourcen und Arbeitskräfte aufzuzwingen, um den Bedürfnissen der multinationalen US-Konzerne und der Wohlhabenden in den Vereinigten Staaten gerecht zu werden.“ „Die Phase der Entführungen und Verschleppungen ist vorbei“, wir befinden uns jetzt in der Phase der Hinrichtungen“, der gezielten Tötung vor allem durch Drohnen. „Unsere Kampagne gegen das AFRICOM ist Bestandteil unserer generellen Opposition gegen sämtliche US-Militäreinsätze auf der ganzen Welt, gegen die 800 bis 1.000 US-Militärbasen im Ausland und gegen die USA als Waffengroßhändler Nummer eins auf unserem Planeten.“

Unterstützt den Internationalen Aktionstag
gegen das AFRICOM
BLACK ALLIANCE FOR PEACE, 01.10.20
( https://blackallianceforpeace.com/dayofactiononafricom )
Wir fordern:
• den kompletten Abzug der US-Streitkräfte aus Afrika,
• die Entmilitarisierung des afrikanischen Kontinents,
• die weltweite Schließung aller US-Militärbasen und
• den Congressional Black Caucus (CBC, s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/
Congressional_Black_Caucus ) auf, sich für die Auflösung des AFRICOM (in Stuttgart, s. https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Africa_Command ) einzusetzen und eine Anhörung zu den Aktivitäten des AFRICOM auf dem afrikanischen Kontinent durch zuführen, an dem auch Mitglieder der Zivilgesellschaft in den USA und in Afrika teilnehmen können.
Am 1. Oktober 2020 jährt sich die Einrichtung des U. S. Africa Command (AFRICOM), dem Dutzende von US-Militärbasen in vielen afrikanischen Staaten unterstehen (s. http://
www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP08313_160613.pdf , http://www.luftpost-kl.de/
luftpost-archiv/LP_13/LP15013_071013.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/
LP_19/LP00619_140119.pdf ), zum 12. Mal. Trotzdem ist die Existenz des AFRICOM noch nicht ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in den USA und in der ganzen Welt gedrungen. Als 2019 vier US-Soldaten in dem afrikanischen Staat Niger getötet wurden, wussten noch nicht einmal alle Mitglieder des US-Kongresses, das dort und in vielen anderen afrikanischen Staaten US-Militäreinsätze stattfinden (s. dazu auch https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP18317_171117.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP14016_171016.pdf ).
Mit dem Internationale Aktionstag gegen das AFRICOM (am 1. Oktober 2020) soll die Öffentlichkeit auf die Aktivitäten der US-Streitkräfte in Afrika aufmerksam gemacht und dagegen protestiert werden, dass sie Gewalt und Instabilität über den ganzen Kontinent bringen.
Die (US-Menschenrechtsgruppe) BLACK ALLIANCE FOR PEACE (BAP) will die Öffentlichkeit über das AFRICOM und die vernetzten Aktivitäten der US-Streitkräfte in Afrika und in der ganzen Welt aufklären. Unsere Kampagne gegen das AFRICOM ist Bestandteil unserer generellen Opposition gegen sämtliche US-Militäreinsätze auf der ganzen Welt, gegen die 800 bis 1.000 US-Militärbasen im Ausland und gegen die USA als Waffengroßhändler Nummer eins auf unserem Planeten.
Wir bitten unsere Freunde und Verbündeten rund um die Welt, sich unseren Forderungen an die US-Regierung anzuschließen, die Wünsche der Menschen in Afrika zu respektieren und den afrikanischen Kontinent zu entmilitarisieren, damit Afrika ein „Kontinent des Friedens“ werden kann.
Wir stellen fest, dass sich die Brutalität, die Gewalt und systematische Diffamierung der Schwarzen in den kolonisierten US-Ghettos durch die Polizei der USA gegen die Schwarzen in Afrika wiederholt, weil sich die Streitkräfte und Geheimdienste der USA dort als Weltpolizei aufspielen.
Mehr als 150 Milliarden Dollar aus dem von den US-Bürgern aufgebrachten Steueraufkommen werden für US-Militärbasen in Afrika und rund um die Welt ausgegeben, um Menschen im Auftrag der Konzerne und der finanziellen Elite der USA zu unterdrücken und auszubeuten.
Die Völker Afrikas, die auch deshalb unter der Gewalt der USA leiden, weil sich ihre korrupten Regierungen von der US-Regierung kaufen ließen, appellieren an das Volk der USA, sich für den Rückzug der US-Truppen und des US-Geldes aus Afrika einzusetzen.
Es ist längst klar, dass mit der Einrichtung des AFRICOM die Sicherheit, die Demokratie und die Menschenrechte in Afrika Rückschläge erlitten und die internen Konflikte mit neokolonialen einheimischen Regierungen zugenommen haben.
BAP unterstützt diesen Appell mit der Forderung, dass die Ressourcen Afrikas dem Zugriff der Imperialisten entzogen und ausschließlich zur Befriedigung der Bedürfnisse der Afrikaner und anderer unterdrückter Völker genutzt werden müssen – zum Bau von menschenwürdigen Unterkünften, zum Ausbau der Gesundheitsfürsorge und des Bildungssystems sowie zur Sicherung der Ernährung und der Wasserversorgung. Die Kriege der kapitalistischen Ausbeuter müssen aufhören!
Wir rufen unsere Freunde auf, uns an diesem Tag als Einzelpersonen und mit ihren Organisationen zu unterstützen. Darüber hinaus fordern wir sie auf, am 1. Oktober 2020 eigene Veranstaltungen zu organisieren – mit den Materialien, die wir auf dieser Website zur Verfügung gestellt haben.
Wir fordern die US-Regierung und die Regierungen anderer Staaten auf,
ihre Kriege in Afrika und gegen afrikanische Völker zu beenden!
Völker der Welt, vereinigt euch – Stoppt die Kriege und den Militarismus in der ganzen Welt!
Alle Militärbasen der USA und der NATO müssen geschlossen werden!
Diese Forderungen können unterstützt werden unter
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdShQo6vjGx1tN0cTgI1abUXDkUIplZ11iAhiG6mXswSpyX6Q/viewform
(Wir haben den Aufruf zum Aktionstag gegen das AFRICOM in Stuttgart komplett übersetzt und mit einigen informativen Links versehen. Anschließend drucken wir den Originaltext ab.)

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP08120_300920.pdf?fbclid=IwAR0zCFdIDCTAOzEsxWbhwgo7ZQjfJDqohNF3M0iFkGMEYYiy1pEt1Vt4lQo

Drohnenkrieg der USA
Was ist Africom?

Was ist Africom?

Das US-Militär hat die Welt in sechs Regionen aufgeteilt, in denen jeweils ein Kommando zuständig ist. Vier dieser Kommandos sitzen in den USA und zwei in Europa – beide in Stuttgart. Das für Europa zuständige Kommando Eucom operiert seit langem von den „Patch Barracks“ in Vaihingen aus.

Seit Oktober 2008 hat auch das Afrika-Kommando seinen Sitz in Stuttgart. Ihm sind weltweit rund 2000 Soldaten und Zivilisten zugeordnet, in den Möhringer „Kelley Barracks“ arbeiten rund 1500 Mitarbeiter. „Die Rolle des Afrika-Kommandos hat sich durch den Aufstieg von Terrorgruppen in Mali und Somalia, die mit Al-Kaida verbunden sind, gewandelt“, schrieb im April „Stars and Stripes“, das Magazin der US-Streitkräfte. „War es anfangs noch relativ unbekannt, so ist das Kommando heute ein zentraler Akteur der militärischen Anti-Terror-Bemühungen.“

Drohnenkrieg in Afrika

Drohnenkrieg in Afrika

Über „Camp Lemmonier“ in Dschibuti wickeln die USA seit vielen Jahren Geheimoperationen gegen Terrorverdächtige ab. Dazu gehörte nach Darstellung von Menschenrechtsorganisationen auch die Verschleppung von Menschen mit anschließender Unterbringung in Geheimgefängnissen. Seit dem Jahr 2007 verfolgt die US-Regierung eine zweite Strategie – die gezielte Tötung vor allem durch Drohnen. „Die Phase der Entführungen und Verschleppungen ist vorbei“, schreiben Fuchs und Goetz. „Wir befinden uns jetzt in der Phase der Hinrichtungen.“

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