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News Feed Forums Forum für Gerechtigkeit und Frieden in Westafrika Cote d`Voire: Eigener Machterhalt wird von Ouattara als«Opfer fürs Volk»verkauft

  • Cote d`Voire: Eigener Machterhalt wird von Ouattara als«Opfer fürs Volk»verkauft

  • Wolfgang

    Mitglied
    3. November 2020 at 11:27

    <b data-v-cfab2596=““>Ouattara bleibt Präsident von Côte d’Ivoire: Tolle Wirtschaftsstatistiken machen noch keine stabile Demokratie

    Alassane Ouattara ist wiedergewählt worden. Für die Wirtschaft des Landes sind das wahrscheinlich gute Neuigkeiten – für die Demokratie nicht.

    Unter Ouattara hat ein vom langen Bürgerkrieg gelähmtes Land wieder Tritt gefasst. Für dieses Verdienst heimste der Präsident auch international viel Lob ein. Schaut man auf die Statistiken, hat Ouattara Wort gehalten. Um durchschnittlich acht Prozent ist die ivoirische Wirtschaft seit 2011 jährlich gewachsen – im weltweiten Vergleich ein Spitzenwert. Obwohl die hohe Armutsrate (knapp 50 Prozent) in der letzten Zeit nur langsam gesunken ist, gab es beachtliche Entwicklungsfortschritte: Im ganzen Land entstanden neue Brücken, Strassen und Dämme, das Stromnetz wurde deutlich verbessert, Zehntausende erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser.

    Die wichtigsten Oppositionsparteien des Landes haben den jüngsten Urnengang boykottiert und zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Ihr Unmut ist verständlich. Ouattaras Kandidatur für eine dritte Amtszeit stand rechtlich auf tönernen Füssen: In der Verfassung des westafrikanischen Landes sind maximal zwei Amtszeiten für den Staatschef vorgesehen. Der Präsident stellt sich indes auf den Standpunkt, durch eine Verfassungsänderung von 2016 habe die Zählung neu begonnen – ein Manöver, das unter afrikanischen Langzeit-Präsidenten triste Gewohnheit ist.

    Welche Negativfolgen der jüngste demokratische Rückschritt für das Land hat, wird sich womöglich bereits in den kommenden Tagen abzeichnen. Die Opposition wies am Sonntag das Ergebnis der Wahl entschieden zurück, sprach neuerlich von einem Verfassungsbruch und rief auf zu «einer allgemeinen Mobilisierung, um die Diktatur von Präsident Alassane Ouattara zu blockieren».

    Bis jetzt blieb es weitgehend ruhig im Land, das kann sich aber rasch ändern. Bei vielen Ivoirerinnen und Ivoirern wird die derzeitige Spannungslage Erinnerungen wecken an die Jahre 2010 und 2011, als die Wahl zu monatelangen Unruhen mit 3000 Toten führte und das Land an den Rand eines Bürgerkriegs brachte.

    https://www.nzz.ch/international/wahlen-in-cote-divoire-ouattara-gewinnt-lage-bleibt-explosiv-ld.1584808

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