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  • G-20-Mann Bin-Salman soll auch ein Mordkommando nach Kanada geschickt haben

  • BlackandWhite

    Administrator
    12. Dezember 2020 at 19:44

    Der saudische Kronprinz soll auch ein Mordkommando nach Kanada geschickt haben. Sein potenzielles Opfer, ein hoher Geheimdienstmitarbeiter, hat ihn deshalb in den USA verklagt. Der Kronprinz hofft auf seine Immunität und Trumps Rückendeckung.

    Die bei einem Bundesgericht in Washington eingereichte Klage gegen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman liest sich wie ein Thriller. Der Kläger ist kein Geringerer als Saad al-Jabri, ein ehemaliger Berater des saudischen Innenministers Mohammed bin Nayef. In dieser Funktion war Jabri ein zentraler Ansprechpartner für amerikanische und andere westliche Geheimdienste im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus.

    «Wenige Orte behüten mehr heikle, beschämende und vernichtende Informationen über den Beschuldigten bin Salman als das Gedächtnis von Doktor Saad.» Gleichzeitig gebe es in Saudiarabien wenige Personen, die über ein engeres Verhältnis zu den amerikanischen Sicherheitsdiensten verfügten: «Diese Kombination aus grossem Wissen und Vertrauen durch amerikanische Spitzenbeamte ist der Grund, warum bin Salman niemanden so gerne tot sehen möchte wie Doktor Saad.»

    Ein Dorn im Auge des Kronprinzen

    Saad al-Jabri ist dem saudischen Kronprinzen zweifellos ein Dorn im Auge. Gemäss der Klage wollte bin Salman 2015 den Inlandgeheimdienst einsetzen, um einen regimekritischen saudischen Prinzen von Europa gewaltsam in die Heimat zurückzuschaffen.

    Die im August eingereichte Klage stützt sich unter anderem auf ein Gesetz zum Schutz von Folteropfern. Dieses erlaubt Zivilklagen in den USA gegen ausländische Staatsdiener, die sich der Folter oder der aussergerichtlichen Hinrichtung schuldig gemacht haben. Am Montag forderte der Anwalt des saudischen Kronprinzen in einem Antrag jedoch vom Gericht, nicht auf die Klage einzutreten. Ein amerikanisches Gericht sei nicht zuständig für ein angebliches Mordkomplott in Kanada, so die Begründung. Ausserdem geniesse bin Salman rechtliche Immunität.

    Bin Salman setzte alle Hebel in Bewegung, um Jabri nach Saudiarabien zurückzubringen. Unter anderem belegte er im Sommer 2017 zwei seiner Kinder in Saudiarabien mit einem Ausreiseverbot und entführte diese im März 2020. Der saudische Kronprinz soll Jabri zudem in einer Whatsapp-Nachricht gedroht haben: «Zwinge mich nicht, die Sache eskalieren zu lassen und Massnahmen zu ergreifen, die schädlich für dich wären.»

    Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht weiter verfährt. Wie der amerikanische Anwalt und ehemalige Justizbeamte Bruce Fein gegenüber dem Fernsehsender al-Jazeera erklärte, könnte sich auch die Politik in den Fall einschalten. Er erwarte, dass der saudische Kronprinz nun bei Trump und seinem Aussenminister Mike Pompeo dafür lobbyieren werde, einen Brief zu verfassen, der ihm seine Immunität garantiere, meinte Fein. Dieses Schreiben könne jedoch vom neu gewählten amerikanischen Präsidenten Joe Biden widerrufen werden. Völlig undenkbar scheint dies nicht zu sein. Denn im Gegensatz zu Trump hat Biden sich sehr kritisch über den saudischen Kronprinzen geäussert und ihn für den Mord an Khashoggi verantwortlich gemacht.

    Saudiarabien: Mordkommando offenbar auch nach Kanada geschickt (nzz.ch)

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