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News Feed Forums Forum für Gerechtigkeit und Frieden in Westafrika Gewehrsalven: «Szenen wie im Krieg» – droht die Lage in Nigeria zu eskalieren?

  • Gewehrsalven: «Szenen wie im Krieg» – droht die Lage in Nigeria zu eskalieren?

  • Wolfgang

    Mitglied
    22. Oktober 2020 at 23:12

    <b data-v-5f23b06a=““>«Szenen wie im Krieg» – droht die Lage in Nigeria zu eskalieren?

    Seit zwei Wochen wird im bevölkerungsreichsten Land Afrikas demonstriert. Die brutale Niederschlagung eines Protests in der Millionenstadt Lagos hat die Wut auf die Regierung weiter angeheizt.

    Die Videos, die gestern auf den sozialen Netzwerken kursierten, zeigen dramatische Szenen: Demonstranten, die panisch in alle Richtungen fliehen, sich auf den Boden oder hinter die nächstgelegene Strassenabsperrung werfen; minutenlange Gewehrsalven; dann Feuer, Schreie, Hilferufe.

    Was sich am Dienstag in der Abenddämmerung in Nigerias 20-Millionen-Metropole Lagos abgespielt hat, könnte die seit zwei Wochen anhaltenden Proteste gegen die Regierung in Afrikas bevölkerungsreichstem Land weiter verschärfen. Seit Tagen hatten sich vor einer Mautstelle Tausende versammelt, um zu demonstrieren: zuerst gegen eine als besonders brutal geltende Polizei-Eliteeinheit, bald gegen den als parasitär empfundenen Staat insgesamt.

    Die Protestierenden liessen sich auch durch eine Ausgangssperre nicht abschrecken, die am Montag ausgerufen worden war. Dies führte tags darauf zur brutalen Auflösung der friedlichen Demonstration: Sicherheitskräfte – mutmasslich Angehörige des Militärs – feuerten zuerst in die Luft, dann auf Demonstrierende. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden dabei 12 Personen getötet. Augenzeugen berichteten später von «Szenen wie im Krieg» und der «klaren Absicht der Bewaffneten, Menschen zu töten».

    In Lagos kehrte am Mittwoch aufgrund der noch immer geltenden Ausgangssperre etwas Ruhe ein. Ob diese von Dauer sein wird, ist zweifelhaft. In anderen Städten Nigerias gehen die Protestzüge und Demonstrationen weiter. Nimmt man die Wortmeldungen auf sozialen Netzwerken zum Gradmesser, hat die Wut der Nigerianerinnen und Nigerianer durch den Vorfall in Lagos gar noch deutlich zugenommen.

    In internationalen Medien meldeten sich derweil nigerianische Intellektuelle zu Wort. Der Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka schrieb von einem Déjà-vu: Wie während der Diktatur unter Sani Abacha in den 1990er Jahren werde eine junge hoffnungsvolle Protestbewegung vom Staat in Blut ertränkt. Die nigerianisch-amerikanische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie sprach von einem «kolossalen und unverzeihlichen Verbrechen» und einer «Regierung, die ihre eigenen Bürger ermordet».

    https://www.nzz.ch/international/proteste-in-nigeria-droht-die-lage-zu-eskalieren-ld.1583035

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