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  • Hochrechnungen: MAS gewinnt Wahlen in Bolivien deutlich in erster Runde

  • BlackandWhite

    Administrator
    19. Oktober 2020 at 14:37

    Erste Hochrechnungen: MAS gewinnt Wahlen in Bolivien deutlich in erster Runde

    Großer und ausreichender Vorsprung von MAS-Kandidat Arce vor Mesa. De-facto-Präsidentin Áñez beglückwünscht. OAS verfolgt Stimmenauszählung und kündigit Bericht an

    Von

    amerika21

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    Luis Arce von der linken MAS ließ schon als Wahlgewinner feiern

    QUELLE:@LUCHOXBOLIVIA

    La Paz/Santa Cruz/Cochabamba. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Bolivien sind am gestrigen Sonntag ohne große Zwischenfälle zu Ende gegangen. Ersten Hochrechnungen zufolge hat die Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo, MAS) die Wahl mit absoluter Mehrheit gewonnen. Die amtierende Interimspräsidentin, Jeanine Áñez, gratulierte Arce bereits via Twitter zum Wahlsieg. Die endgültige Bekanntgabe der Wahlergebnisse wird mittlerweile für Mittwoch erwartet.

    Noch in der Wahlnacht verkündete das Umfrageinstitut Ciesmorinoch seine ersten Hochrechnungen. Demnach erreicht Luis Arce für die Bewegung zum Sozialismus (Movimiento als Socialismo, MAS) über die Hälfte aller Stimmen mit einer komfortablen Mehrheit von 20 Prozentpunkten vor dem Zweitplatzierten Carlos Mesa für die Allianz Bürgergemeinschaft (Comunidad Ciudadana, CC). Die MAS habe in La Paz, Cochabamba, Potosí, Oruro und Pando gewonnen, wohingegen die Comunidad Ciudadana die eher bevölkerungsschwachen Regionen Chuquisaca, Beni und Tarija für sich entscheiden konnte. Der ultrarechte Camacho habe lediglich in seiner Hochburg Santa Cruz gewonnen, und auch dort nur mit unter 50 Prozent.

    Die Hochrechnungen basieren auf der Befragung von Wählern beim Verlassen der Wahllokale, die sogenannte „boca de urna“. Damit scheint sich zu bestätigen, was selbst der CC-Senatskandidat in Santa Cruz, Luis Fernando Ortiz, gegenüber amerika21 geäußert hatte. Er sprach von den ersten Mutmaßungen durch Medienvertreter, dass die MAS im ersten Wahlgang gewinnen könne. Auch wenn die Hochrechnungen nicht hundertprozentig stimmen würden, gäben sie zumindest eine Tendenz, was zu erwarten sei. Knapp eine Stunde danach verkündete das Oberste Wahlgericht um ein Uhr morgens bolivianischer Zeit, dass gerade einmal 6,14 Prozent aller gültigen Wahlakte ausgezählt worden seien.

    Insgesamt waren 7.332.925 Wähler aufgerufen, ihre Stimme anzugeben. Neben der Direktwahl des Präsidenten für die Amtszeit von fünf Jahren stimmten sie auch über die Zusammensetzung der Plurinationalen Legislativen Versammlung Boliviens ab. Insgesamt verlief der Wahltag friedlich und bis auf wenige Ausnahmen ohne größere Zwischenfälle.

    Hinter Arce und Mesa wurden auch dem ultrarechten Luis Fernando Camacho von der Allianz Creemos (Wir Glauben) Chancen ausgerechnet. Er macht aus seiner Sympathie für Donald Trump und Jair Bolsonaro kein Geheimnis. Von insgesamt acht Anwärtern auf die Präsidentschaft hatten kurz vor der Wahl drei Kandidaten, darunter die amtierende Interimspräsidentin Jeanine Áñez, ihre Kandidatur zurückgezogen.

    In den wichtigsten Städten waren die Wahllokale bereits von Weitem durch die langen Schlangen erkenntlich. Bereits in den frühen Morgenstunden standen die Menschen vor den Eingängen, bevor sie aufgrund sanitärer Sicherheitsmaßnahmen in die Gebäude an die Urnen treten konnten. Neben den Wahlhelfern waren Vertreter der wichtigsten drei Parteien an den Wahltischen zugegen, um den ordnungsgemäßen Ablauf zu beobachten.

    Die Wahlbeobachtermission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) drückte ihre Anerkennung für das bolivianische Volk aus. Sie lobte die massive und friedliche Stimmabgabe der Menschen. Trotz langer Schlangen vor den Wahllokalen und der besonderen Herausforderungen durch die Pandemie hätten alle Beteiligten verantwortungsvoll gehandelt. Die Mission kündigte an, „den Verlauf der offiziellen Auszählung aufmerksam zu verfolgen und in den nächsten Tagen einen vorläufigen Bericht über den gesamten Wahlprozess zu veröffentlichen“.

    https://amerika21.de/2020/10/244481/mas-gewinnt-wahlen-2020

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