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News Feed Forums Forum für Gerechtigkeit und Frieden in Westafrika Proteste: „Der nigerianische Staat hat sich gegen seine Bürger gewandt.“

  • Proteste: „Der nigerianische Staat hat sich gegen seine Bürger gewandt.“

  • Wolfgang

    Mitglied
    22. Oktober 2020 at 22:43

    <b itemprop=“headline“>Proteste in Nigeria: Gewalt und Chaos in Metropole Lagos

    Es gibt internationale Kritik am brutalen Vorgehen der Polizei. Die Demonstranten fordern eine Polizeireform

    Nach einem Blutbad bei einer Kundgebung gegen Polizeiübergriffe gehen die Proteste im westafrikanischen Nigeria unvermindert weiter. Trotz einer noch immer andauernden Ausgangssperre kam es auch am Donnerstag zu Protesten und Gewalt in der Wirtschaftsmetropole Lagos, unter anderem in einem Gefängnis. International hagelte es weiter Kritik an dem brutalen Vorgehen gegen Demonstranten, darunter von der Afrikanischen Union (AU).

    Schüsse bei Demonstration

    Die Lage in Lagos schien am Donnerstag chaotisch. Menschen hätten Straßen blockiert und Gebäude geplündert und zerstört, berichteten die Polizei und ein Reporter. Schüsse waren dem Reporter zufolge zu hören. In einer Klinik seien acht Menschen mit Schusswunden eingeliefert worden, teilte ein Mitarbeiter mit. Auch von einem Gefängnis aus seien Schüsse zu hören gewesen, sagte Anwohner Tunde Oguntola. Der „Vorfall“ in der Haftanstalt sei unter Kontrolle, sagte Polizeisprecher Olamuyiwa Adejobi, ohne Details zu nennen.

    In Afrikas größter Volkswirtschaft kommt er bereits seit zwei Wochen zu den #EndSARS genannten Protesten gegen Polizeigewalt. Am Dienstag eskalierten die Proteste, als vermutlich Sicherheitskräfte auf Demonstranten an einer Mautstelle in Lagos schossen. Die Organisation Amnesty International sprach von nachweislich mindestens zwölf Menschen, die von Sicherheitskräften getötet worden seien.

    Grüne kritisieren Gewalt

    Die international bekannte nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie verurteilte die Gewalt in ihrer Heimat aufs Schärfste. „Der einzige Grund, in eine Menschenmenge friedlicher Zivilisten zu schießen, ist es, zu terrorisieren“, schrieb sie in der „New York Times“. „Der nigerianische Staat hat sich gegen seine Bürger gewandt.“

    In Österreich kritisierten die Grünen die Gewalt in Lagos. „Wenn Menschen ausgerechnet vor jenen Angst haben, die eigentlich zu ihrem Schutz da sein sollten, läuft etwas verkehrt“, erklärte die außenpolitische und Menschenrechtssprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, in einer Aussendung. Wenn Institutionen des Staates die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit aufheben würden, liefe das gesamte politische Establishment Gefahr, zu einem Feindbild der Bevölkerung zu werden. Wenn dieser Punkt erreicht sei, könne ein Zusammenbruch der staatlichen Ordnung mit all seinen negativen Konsequenzen nicht mehr ausgeschlossen werden, warnte die Vizeklubchefin.

    https://www.derstandard.at/story/2000121144496/proteste-in-nigeria-gewalt-und-chaos-in-metropole-lagos

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