Westliche Mächte führen Krieg in Mali. Jetzt hat das malische Militär die mit dem Westen kooperierende Regierung gestürzt: Nach monatelangen – von westlichen Medien weitgehend verschwiegenen – Protesten der Zivilgesellschaft gegen die Regierung. Wird der Putsch das Land nach vorn bringen oder zurückwerfen? Die Bürgerbewegung in diesem rohstoffreichen Land fühlt sich durch ihn bereits an den Rand gedrängt.

Zivilist als neuer Regierungschef in Mali eingesetzt

Der ehemalige Diplomat Moctar Ouane wird Premier. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wer in der Übergangsregierung das Sagen hat – Militärs oder Zivilisten

Beobachtern in Mali zufolge wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen, wer in der Übergangsregierung das Sagen haben wird – Militärs oder Zivilisten. An den Rand gedrängt sieht sich indessen die zivile Bürgerbewegung M5-RFP, die mit ihren Massendemonstrationen den Sturz des unpopulären Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta vorbereitet hatte. Sie sieht sich von den Militärs ihres Sieges beraubt. Derzeit befinden sich insgesamt vier ausländische Militärtruppen mit insgesamt rund 20.000 Soldaten im Land. Aus Ecowas-Kreisen verlautete bereits, der Boykott könne nun aufgehoben und die Grenzen des Landes wieder geöffnet werden. Spätestens in zwei Wochen wäre die malische Wirtschaft vollends zusammengebrochen, sagte der Präsident der Vereinigung von Ex- und Importeuren, Ousmane Babalaye Ndao.

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